Geilenkirchen – Orte der Erinnerung für jüdische Mitbürger und andere Verfolgte in der NS-Zeit

Flyer 4. Stolpersteineverlegung am 22. Juni 2016 2016-11-21

Flyer zur 4. Stolpersteinverlegung am 22. Juni 2016

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Nächste Stolpersteinverlegung in Geilenkirchen am 22. Juni 2016 ab 13 Uhr - Start: Konrad-Adenauer-Str. 185 2016-06-22

Am 22. Juni 2016 wird die INITIATIVE ERINNERN GEILENKIRCHEN die nächsten 11 Stolpersteine verlegen. Sie erinnern an unsere ehemaligen jüdischen Mitbürger, die bis zu ihrer Vertreibung oder Flucht vor dem NS-Regime an diesen Orten, in diesen Häusern mitten unter uns gelebt haben.

Sie haben Ausgrenzung, Vertreibung, Verfolgung und Ermordung erleiden müssen.

Die Verlegung beginnt um 13 Uhr vor dem Haus Konrad-Adenauer-Straße 185. Hier lebte zunächst bis zu ihrer Flucht nach Holland die Familie Eduard und Pauline Horn. Sohn Leopold Ludwig, gen. Lutz, war einer der jüngsten Holocaust-Opfer aus Geilenkirchen. 1930 wurde er hier geboren, 1943 in Sobibor/Polen ermordet - gerade einmal 13 Jahre alt.

Mit deren Flucht übernahm Eduards Cousin Paul Gottschalk das Geschäft: Handel mit Metzgereiartikeln, Häuten und Fellen. Aufgrund des Boykotts jüdischer Geschäfte floh auch die Familie Gottschalk, Vater Paul, Mutter Ida mit den beiden Töchtern Liesel (16 Jahre) und Ruth Elfriede (12 Jahre) 1937 nach Enschede in Holland. 1942 wurde die Familie im Lager Westerbork interniert und von dort 1943 nach Sobibor bzw. Majdanek deportiert. In diesen Vernichtungslagern in Polen wurde die Familie im Mai 1943 ermordet, Ruth Elfriede im November 1943 in Majdanek.

Vor dem Haus Konrad-Adenauer-Straße 201 werden anschließend 2 Stolpersteine für Gustav Gottschalk und Regina, geb. Cohen verlegt. Gustav, gen. "Cohns Jüs", hatte das Kolonialwarengeschäft von seinem Schwiegervater Hermann Cohen übernommen. Das Ehepaar war nach der Pogromnacht in einem sogenannten "Judenhaus" in Aachen, Grüner Weg, interniert. Am 26. Juli 1942 wurden beide von Düsseldorf aus nach Theresienstadt deportiert, wo Gustav am 15. August 1942 verstarb. Regina wurde am 26. September des gleichen Jahres nach Treblinka deportiert und gilt seitdem als vermisst, was nichts anderes bedeutet, als dass sie dort direkt nach ihrer Ankunft ermordet wurde.

Zwei Stolpersteine werden zum Schluss vor dem Haus Konrad-Adenauer-Straße 228 verlegt, für Wilhelm Gottschalk, gen. "Leutnant" und seinen Sohn Karl Gottschalk. Wilhelm wurde bereits am 21. Juli 1942 von Düsseldorf aus nach Theresienstadt deportiert und 2 Monate später in Treblinka ermordet. Wilhelm war verheiratet mit Sabine Dahl, die 1938 in Wuppertal-Elberfeld bei Verwandten (Bruder Joseph Dahl), zu denen das Ehepaar geflüchtet war, verstorben war. Sohn Karl Gottschalk gelang die Flucht und emigrierte in die USA. Er war nicht verheiratet. Sohn Walter Gottschalk und seine Frau Lotte, geb. Zander, wurden in Auschwitz ermordet, Sohn Herbert Gottschalk und seiner Frau Ilse, geb. Goldschmidt, gelang ebenfalls die Flucht in die USA.

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Flyer 4. Stolpersteinverlegung 22. Juni 2016 2016-06-18

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