Geilenkirchen – Orte der Erinnerung für jüdische Mitbürger und andere Verfolgte in der NS-Zeit

Geilenkirchens Vergangenheit muss erhalten werden

„Initiative Erinnern“ ist auf der Suche nach alten Bildern und Familienfotos. Die Forschungsarbeit soll fortgesetzt werden.

Geilenkirchener Marktstraße um 1925

Geilenkirchener Marktstraße um 1925

Foto: Stadtarchiv Geilenkirchen

Geilenkirchen. In wenigen Wochen werden in Geilenkirchens Innenstadt die ersten „Stolpersteine“ zur Erinnerung an unsere ehemaligen jüdischen Mitbürger verlegt werden.

Schon seit den fünfziger und sechziger Jahren haben sich einzelne Geilenkirchener Bürger um Kontakte zu den aus Geilenkirchen stammenden Überlebenden des Holocaust bemüht – Hermann Wassen, Heinz Wolf und Josef Schmölders sind u. a. hier zu nennen.

Sie haben geforscht und gesucht und Briefkontakte wieder aufgenommen. Besuche fanden statt, Besuche in Israel und Besuche jüdischer Bürger in Geilenkirchen. Sie reisten aus den Vereinigten Staaten, Holland, Israel an um ihre Heimatstadt noch einmal wiederzusehen. Anderen aus Südamerika, USA, Kanada war dieses Wiedersehen leider nicht mehr möglich, obwohl manche eine große Sehnsucht hatten, Geilenkirchen noch einmal zu besuchen. Das war in den 1970er/1980er Jahren.

Hünshovener Hauptstraße und Wurm um 1920

Hünshovener Hauptstraße und Wurm um 1920

Foto: Stadtarchiv Geilenkirchen

Mit dem Tode von Hermann Wassen und Josef Schmölders gab es zunächst einen Stillstand bei der Aufarbeitung der Geilenkirchener Geschichte und speziell der Geschichte der jüdischen Mitbürger – bis sich Anfang 2011 die Initiative Erinnern gründete, die nun erfolgreich versucht, dieses Werk mit unterschiedlichen Aktivitäten fortzuführen.

Für jede Hilfe sind die Mitglieder dieser Gruppe dankbar. Und so wenden sie sich an alle Geilenkirchener und ehemalige Geilenkirchener mit der Bitte, alte Fotos der Stadt und alte Familienfotos (bitte mit Erläuterungen!) zur Verfügung zustellen.

Sie werden eingescannt, ins Archiv der Stadt übernommen und die Originale den jeweiligen Besitzern wieder zurückgegeben. Sie helfen uns, die Geschichte der Stadt wieder lebendig werden zu lassen und sie für die Nachwelt zu erhalten. Manche sollen auch auf der Homepage der Initiative Erinnern Geilenkirchen www.erinnerung-geilenkirchen.de veröffentlicht werden.

Fotos können abgegeben werden bei Karl-Heinz Nieren unter vorheriger Kontaktaufnahme: Tel. 02451-7852 oder per E-Mail an karl-heinz.nieren[at]t-online.de senden.

Marktplatz Hünshoven mit evangel. Kirche und Haus Camphausen um 1925

Marktplatz Hünshoven mit evangel. Kirche und Haus Camphausen um 1925

Foto: Stadtarchiv Geilenkirchen

Erinnern möchten wir auch an:

Fachtagung Erinnern – Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945) in der Region Heinsberg

26. Januar 2013 von 9.30 bis 17.30 Uhr

im Franzikusheim, Zum Kniepbusch 5, Geilenkirchen

Kursnummer: 6hr0011

Unkostenbeitrag incl. Mittagessen u. Nachmittagskaffe: 10,-- EUR

Rundtour Erinnern – Besuch von Orten der Verfolgungsgeschichte in der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945) in der Region Heinsberg

27. Januar 2013 von 10.00 bis 16.00 Uhr

Treffpunkt: Bahnhof Geilenkirchen

Kursnummer: 6hr0021

Unkostenbeitrag incl. Mittagsimbiss: 5,-- EUR

Anmeldungen für beide Veranstaltungen (möglichst bis 8. Januar) unter:

Telefon:

02161-980639 (Frau Rütten)

oder per E-Mail:

forum-mg-hs@bistum-aachen.de

oder per Post:

Katholisches Forum für

Erwachsenen- und Familienbildung

Mönchengladbach und Heinsberg

Bettrather Str. 22

D-41061 Mönchengladbach

Infos auch unter: www.forum-mg-hs.de

Stolpersteinverlegung am 5. März 2013 – Spenden erwünscht:

Evtl. Spenden für die 27 „Stolpersteine“ – 1 Stein kostet 120 EUR – auf folgendes Konto:

Förderverein Anita-Lichtenstein-Gesamtschule Geilenkirchen, KSK Heinsberg, BLZ: 312 512 20, Kt.-Nr.: 151 852.

Für die Ausstellung einer Spendenquittung bittet die „INITIATIVE ERINNERN“ um eine vollständige Adressangabe.