Geilenkirchen – Orte der Erinnerung für jüdische Mitbürger und andere Verfolgte in der NS-Zeit

"Ein Meilenstein auf dem langen Weg der Versöhnung": Vier Shoa-Überlebende kehren nach Geilenkirchen zurück

VON JAN MÖNCH

Geilenkirchen. Als sie ihre Heimatstadt das letzte Mal gesehen haben, waren sie Verfolgte. Nun kehrten sie als Gäste zurück: Vier Überlebende der Shoa samt Angehörigen sind gestern Abend im Geilenkirchener Rathaus von Bürgermeister Thomas Fiedler empfangen worden.

Fiedler hatte den Besuch im Vorfeld als „wichtigen Meilenstein auf dem langen Weg der Versöhnung“ bezeichnet. Der Besuch wurde von der „Initiative Erinnern GK“ in die Wege geleitet, die von der ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretärin Christa Nickels gegründet wurde und sich seit einigen Jahren für die Aufarbeitung der Vergangenheit Geilenkirchens im sogenannten Dritten Reich einsetzt.

Vier Überlebende der Shoa samt Angehörigen sind am Montag im Geilenkirchener Rathaus von Bürgermeister Thomas Fiedler empfangen worden.

Vier Shoa-Überlebende kehren nach Geilenkirchen zurück

Vier Überlebende der Shoa samt Angehörigen sind am Montag im Geilenkirchener Rathaus von Bürgermeister Thomas Fiedler empfangen worden. Vier Shoa-Überlebende kehren nach Geilenkirchen zurück

Fotos: Jan Mönch

Der rund einwöchige Besuch der Überlebenden ist der bisherige Höhepunkt im Wirken der Initiative. In den kommenden Tagen wird den Besuchern, die heute in den USA sowie in Israel leben, ein umfangreiches Programm geboten. Die einzige öffentliche Veranstaltung ist ein gemeinsames Konzert von sechs Schulen am Donnerstag, 18 Uhr, im Gymnasium St. Ursula. Unsere Fotos zeigen von links nach rechts Kurt Gottschalk (77 Jahre alt) Meir Baum (86), Dina Friede (81) sowie Issachar Ilan (87) beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Geilenkirchen.