Geilenkirchen – Orte der Erinnerung für jüdische Mitbürger und andere Verfolgte in der NS-Zeit

Einträge der Shoa-Überlebenden im Goldenen Buch

VON JAN MÖNCH

Geilenkirchen. So viel Ehre muss sein: Zu Beginn ihres Besuchs wurden die Geilenkirchener Shoa-Überlebenden darum gebeten, sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen. Bürgermeister Thomas Fiedler hatte die Gäste hierzu ins Rathaus eingeladen. Welche Gedanken schrieben Issachar Ilan, Dina Friede Gottschalk, Kurt Gottschalk und Meir Baum nach so vielen Jahrzehnten nieder?

„Nie wieder“: Mit diesen Worten endet der Eintrag von Kurt Gottschalk.

„Nie wieder“: Mit diesen Worten endet der Eintrag von Kurt Gottschalk.

Foto: Jan Mönch

Wir haben einen Blick ins Goldene Buch geworfen.

„Nach so vielen Jahren kommen die Erinnerungen, sowohl gute als auch schlimme, wieder auf. Es ist eine seltene Gelegenheit zu beweisen, daß der menschliche Geist das überbrücken kann, das für ewig verloren galt. Heute sind wir in Freundschaft und guten Vorsätzen vereinigt. Danke, Geilenkirchen!“

Issachar Ilan (87), mit Frau Tirzah und Tochter Daniella

„Es ist interessant, die Stadt zu besuchen, in der ich 1933 geboren worden bin. Wir danken denen, die dies wahr gemacht haben. Besonders danken wir Frau Christia Nickels und Herrn Karl-Heinz Nieren für ihre fantastische Arbeit.“

Dina Friede Gottschalk (81), mit Dalia Bork

„Der heutige 1. September 2014 ist ein sehr besonderer Anlass für diese besondere Einladung der Stadt Geilenkirchen. Ich wurde hier am 15. Juli 1937 geboren und die Stadt ehrt alle Überlebenden des Holocaust mit einem Gedenken an denselben und ich werde nur eines sagen: Nie wieder!“

Kurt Gottschalk (77)

„Mit gemischten Gefühlen besuche ich heute meine Geburtsstadt Geilenkirchen nach vielen Jahren wieder und danke der Stadt und der Initiative für die freundliche Einladung.“

Meir Baum (86)

Die Einträge von Dina Friede Gottschalk sowie von Kurt Gottschalk wurden von uns aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt